Die wichtigsten Regeln des Pool-Billard

Pool-Regeln für 8-Ball, 9-Ball, 10-Ball sowie 14.1-endlos

Wer möchte nicht auch mal wie ein richtiger Billardprofi spielen? Darum möchte das Team von Busch Billards euch die wichtigsten Regeln für Pool-Billard näherbringen. Wir verwenden dabei die offiziellen Spielregeln der World Pool Association, die jedoch tatsächlich viel umfangreicher sind.

Anders als beim Karambolage-Billard geht es bei den verschiedenen Pool-Varianten darum, die Objektkugeln in die Taschen zu versenken. Hier werden wir euch das Regelwerk für 8-, 9- und 10-Ball sowie 14.1-endlos in einer einfachen Zusammenfassung erklären.

Allgemeine Billardregeln

Die Regeln für Pool-Billard sind zwar nicht sehr kompliziert, sind aber je nach Spiel leicht verschieden. Wie bei allen Billardspielen gilt es allgemein als Foul, wenn eine Kugel vom Tisch springt. Auch darf die weiße Kugel nur mit der Queuespitze berührt werden - alles andere ist unzulässig. Die weiße Kugel darf auch niemals ein zweites Mal berührt werden - ein solcher Stoß ist ungültig. Touchiert die Queuespitze die weiße Kugel noch einmal - zum Beispiel, wenn sich die zu stoßende Kugel zu nahe befindet - spricht man von einem Durchstoß. Das ist nach den Regeln nicht erlaubt und gilt als inkorrekter Stoß.

Ein Foul ist es beispielsweise auch, wenn die weiße Spielkugel in einer der Taschen fällt. Fouls werden immer mit "Ball in Hand" für den Gegner bestraft - das heißt, man kann sich die Spielkugel an eine beliebige Stelle des Tisches legen und von dort weiterspielen.

Gestoßen darf nur werden, wenn alle Bälle bewegungslos auf dem Billardtisch liegen.

Pool-Regeln für 8-Ball

Gespielt wird mit allen 15 verfügbaren Kugeln, wobei diese aus zwei Gruppen bestehen: eine Hälfte der Kugeln ist unifarbig (Nr. 1-7), während die andere Hälfte über einen breiten, farbigen Streifen verfügt (Nr. 9-15). Diese Kugeln werden "Halbe" genannt, im Gegensatz zu den "Vollen".

Zum Anstoß werden die Kugeln zu einem Dreieck aufgebaut, in dessen Mitte die schwarze Acht liegt. Die weiße Spielkugel wird auf einem beliebigen Punkt im Kopffeld (das vom Dreieck aus gesehen gegenüberliegende Drittel) platziert und von dort auf die 15 Kugeln gestoßen, die möglichst press - also ohne Zwischenraum - zueinander aufgebaut werden sollten.

Die Verteilung der Farben an die gegnerischen Partien wird mit der ersten korrekt versenkten Kugel nach (!) dem Anstoß vergeben. Die weit verbreitete Meinung, dass diese Entscheidung mit dem Anstoß fällt, ist also falsch.

Im Verlauf des Spiels müssen alle Kugeln einer Gruppe korrekt und in ein jeweils vorher angesagtes Loch versenkt werden - danach folgt die schwarze Kugel, wobei sich der Spieler für jeden Versuch ein neues und beliebiges Loch aussuchen kann - solange er die Tasche immer wieder aufs Neue ansagt.

Auch hier gilt: Die weit verbreitete Meinung, dass die schwarze Kugel in nur ein bestimmtes Loch (Stichwort "letztes Loch") versenkt werden darf, ist nicht richtig. Fällt die Spielkugel beim Versenken der "Acht", ist das Spiel verloren.

Bezüglich der Taschen-Ansage hat es sich mittlerweile durchgesetzt, dass offensichtliche Kugeln und Taschen nicht angesagt werden. Spielt man über (Vor-)Bande oder diverse Kombinationen, wird generell angesagt.

Pool-Regeln für 9-Ball

Bei dieser Disziplin wird mit neun nummerierten Bällen gespielt, wobei immer die niedrigste Zahl angespielt werden muss. Wird die Nummer 9 korrekt versenkt, ist das Spiel gewonnen. Verloren hat aber auch der Spieler, der dreimal in Folge zu einem Foul gezwungen wurde. Bei diesem Spiel muss nicht angesagt werden, was die Chancen für das Versenken und dementsprechend auch den Glücksfaktor beträchtlich erhöhen kann.

Die Objektkugeln werden hier allerdings nicht in einem Dreieck, sondern in einem Rhombus aufgebaut, wobei sich die Nummer 9 in der Mitte befindet. Zusätzlich muss die an der vorderen Spitze liegende Einser-Kugel beim Break getroffen werden.

Wird die 9 sogleich beim Break versenkt, gilt dies als Ass und das Spiel ist gewonnen. Bei einem Foul wird auch hier die Ball-in-Hand-Regel angewendet.

Pool-Regeln für 10-Ball

Die hauptsächlichen Regeln sind beim 10-Ball vom 9-Ball abgeleitet, allerdings muss angesagt werden, in welche Tasche man die Kugeln versenken wird. Gespielt wird mit durchnummerierten Bällen von 1 bis 10, wobei die Zehn beim Aufbau in der Mitte innerhalb eines Dreiecks positioniert wird.

Hier gewinnt, wer die Zehnerkugel nach Ansage als letzte korrekt versenkt.

Pool-Regeln für 14.1-endlos

Diese Variante - ebenfalls ein Ansagespiel - wird nach Punkten gespielt: mit 15 Objektbällen, die in einem Dreieck aufgebaut werden, und der weißen Spielkugel. Da, wie erwähnt, jede Kugel angesagt werden muss, wird das Spiel traditionell mit einem Sicherheitsanstoß, wie man ihn auch vom Snooker her kennt, eröffnet.

Versenkt werden darf jede der farbigen Kugeln, was jeweils einen Punkt einbringt. Ein dreimaliges Foul hintereinander bedeutet einen Abzug von 15 Punkten, wobei jedes einzelne Foul mit minus Eins bestraft wird. Negative Punkte sind also durchaus möglich.

Wurden 14 Kugeln korrekt versenkt, bleibt der letzte farbige Ball an Ort und Stelle liegen und die anderen Kugeln werden neu aufgebaut. Nun wird die 15. Kugel versenkt und dabei versucht, die neu aufgesetzten 14 Kugeln zu trennen, so dass eine Fortsetzung des Spiels möglich ist. Daher ist im Prinzip ein endloses Spiel möglich. Serien von einhundert Punkten und mehr sind im Profi-Billardsport keine Seltenheit.

Die Ball in Hand-Regel findet beim 14.1-endlos keine Anwendung. Wird keine der Objektkugeln getroffen, muss der Gegner die Position übernehmen, auf der die Spielkugel liegen geblieben ist. Fällt die Spielkugel in eine Tasche, darf der Gegner lediglich aus dem eingezeichneten Kopffeld herausspielen.

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